Operation bei Akne-Narben
Bei Narbenkontrakturen oder großen Narben über
Gelenken, die dazu führen, daß die Bewegungsmöglichkeit
des Patienten eingeschränkt wird, hilft meist nur eine
Operation.
Man entfernt dabei das Narbengewebe, so daß eine neue
Wunde entsteht. Diese neue Wunde kann man so vernähen,
daß der neue Verlauf der Narbe abgeändert wird.
So können die Narben um die Gelenke herum gelegt werden,
so daß sie bei Bewegung nicht so belastet und bewegt
werden. Eine vergrößerte Bewegunsfreiheit ist die
Folge, verbunden mit weniger Schmerzen.
Nach der Operation sollte eine Nachbehandlung mit der Strahlentherapie,
Spritzenbehandlung
oder der Drucktherapie
erfolgen.
Kleine Narben werden ausgeschnitten, so daß eine kleine
Wunde entsteht, die narbenfrei verheilen kann.
Man kann das übrigens auch bei Keloiden
tun, allerdings ist dann eine Nachbehandlung notwendig, da
die Wahrscheinlichkeit, daß die Keloide neu entstehen,
sehr groß ist.
Es wird dann meist eine Therapie mit Röntgenstrahlen
begonnen, manchmal auch zusätzlich eine Behandlung mit
Kortison oder eine Drucktherapie.
Keloide und hypertrophe Narben werden an ihrer oberen Schichten
herausgeschnitten und anschließend mit Haut, die an
zuvor an einer anderen Körperstelle entnommen wurde,
abgedeckt.
Während der ersten beiden Tagen nach der OP verkleben
sich die Ränder der neuen Wunde, innerhalb einer Woche
bildet sich neues Gewebe.
Für ein halbes Jahr bleibt die Stelle gerötet und
hart, und erst danach verblasst die Rötung und die neue
Narbe wird weich und elastisch.
Allerdings kann der Heilprozeß mit Cremes, Gels, Massagen
und Druckverbänden beschleunigt werden.
Eine Operation ist mit Abstand das Teuerste, was man gegen
Narben tun kann.
Da die Möglichkeit besteht, daß sich neue Narben
bilden und die Belastung für den Körper relativ
hoch ist, geschweige denn des Risikos der Betäubung,
sollte man sich genau überlegen, ob man sich operieren
läßt.
Zudem ist es nicht immer gegeben, daß die Krankenkasse
den Eingriff zahlt, da er meist als kosmetischer Natur gilt.
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