Antibiotika gegen Pickel und Akne
Gegen Pickel werden oft Antibiotika eingesetzt. Diese trägt
man üblicherweise als Salbe, Creme oder Gel zweimal pro
Tag, morgens und abend, nach der Hautreinigung, auf die betroffenen
Stellen auf.
Dabei sollte man unbedingt darauf achten, daß umliegende
Schleimhäute nicht mit dem Wirkstoff in Berührung
kommen, da Schleimhäute sehr empfindlich reagieren und
ziemlich stark gereizt werden.
Werden Antibiotika als Teil einer kombinierten Therapie angewendet,
so sollte der Patient darauf achten, daß man die verschiedenen
Präparate nicht gleich hintereinander aufträgt,
sondern mit einem etwas längerem zeitlichen Abstand zueinander.
Verschiedene Medikamente können sich nämlich gegenseitig
in der Wirkung abschwächen oder verstärken, was
zu unerwünschten Nebeneffekten führen kann.
Die Dauer der Behandlung ist je nach medikament verschieden.
Mit einer Besserung des Hautbildes ist aber meist so zwischen
dem ersten und dritten Monat zu rechnen. Falls sich nichts
bessert, sollte man den Arzt konsultieren, der dann entscheidet,
wie es weitergeht.
Wichtig:
Brechen Sie nicht selbständig eine Behandlung ab, da
Antibiotika Resistenzen bilden können. Das bedeutet,
daß Bakterien dann nicht mehr auf das Antibiotika reagieren
und man zu immer härteren Mitteln greifen muß.
Wirkungsweise oraler Antibiotika
Antibiotika zur oralen Einnahme werden seit etwa 30 Jahren
in der Aknetherapie eingesetzt. Die meist in Tablettenform
erhältlichen Antibiotika werden bei schwerer Akne verschrieben.
Sie bekämpfen Aknebakterien von innen und wirken entzündungshemmend.
Gegen die Bildung von Mitessern können oral einzunehmende
Antibiotika jedoch nichts ausrichten.
Bei der Anwendung von oral einzunehmenden Antibiotika sollte
man beachten, dass sie sich nicht für eine dauerhafte
Therapie eignen. Da es sehr wahrscheinlich ist, dass sich
Resistenzen bilden, verpufft der Effekt nach einiger Zeit.
Das Antibiotikum wird wirkungslos. In vielen Fällen tritt
die Akne wieder auf, wenn das Antibiotikum abgesetzt wird.
Bei längerer Anwendung ist es möglich, dass Pilzinfektionen
entstehen.
In manchen Fällen wirkt sich die langfristige Einnahme
negativ auf die Verdauung aus. Dennoch können oral einzunehmende
Antibiotika in manchen Fällen eine große Hilfe
sein. Sie helfen bei kurzfristigen Akneschüben und können
positiv die Narbenbildung beeinflussen. Kurzfristig eingesetzt
können sie in Kombination mit anderen Aknemitteln zu
einer wesentlichen Verbesserung des Hautbildes führen.
Vorsichtsmaßnahmen Antibiotika
Während der Anwendung von lokalen Antibiotika sollte
man eine starke Sonnenbestrahlung vermeiden. In einigen Fällen
reagiert die Haut empfindlicher auf Licht. Um die Haut zu
schonen, sollten Cremes mit hohem Lichtschutzfaktor verwendet
werden.
Generell dürfen lokale Antibiotika nicht während
einer Schwangerschaft und in der Stillzeit
verwendet werden. In Tablettenform können Antibiotika
Missbildungen verursachen. Da auch bei lokaler Behandlung
die Wirkstoffe über die Haut in den Körper gelangen,
ist es möglich, dass die Substanzen auf das ungeborene
Kind einwirken können.
Bei der Anwendung sollte der Patient unbedingt darauf achten,
dass das Mittel nicht mit den Schleimhäuten in Berührung
kommt. Um sicher zu gehen, sollten nach der Anwendung die
Hände gewaschen werden.
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